Podiumsdiskussion: My Body my Choice – auch in Stuttgart? Wird Stuttgart ihrer Rolle als Landeshauptstadt gerecht?
Schwangerschaftsabbrüche sind ein viel und kontrovers diskutiertes Thema, nicht zuletzt seit der Veröffentlichung der ELSA-Studie des Bundesgesundheitsministeriums letztes Jahr und die darauf folgenden Entwürfe zu Gesetzesänderungen. 92,4% finden nach einem Schwangerschaftsabbruch ihre Entscheidung auch später noch richtig, doch immer noch geistert der Mythos vom „Post-Abortion-Syndron“ durch die Medien. Im Jahr 2023 waren über 80% der ungewollt Schwangeren bei ihrem Schwangerschaftsabbruch 20-40 Jahre alt und 57,52% hatten bereits mindestens ein Kind. Die Zahlen sind klar – und dennoch verzerren weit verbreitete Vorurteile über die Lebenssituation ungewollt Schwangerer viele Diskussionen.
Über die bundesweite Versorgungslage gibt es unterschiedliche Einschätzungen. Fest steht jedoch, dass es nicht sein kann, dass teilweise für einen Schwangerschaftsabbruch über zwei Stunden Anfahrt mit dem PKW als normal angesehen werden und Kreise und Städte ihren gesetzlichen Versorgungsauftrag an Einzelpersonen oder kirchliche
Institutionen auslagern.
Wie sieht die Situation hier bei uns in Stuttgart aus? Wie ist die Versorgungslage für ungewollt Schwangere und welche Lösungsansätze gibt es, um die in der ELSA-Studie festgestellten Defizite zu beheben? Welche Ansätze gibt es dafür, dass nicht die soziale Lage über die Entscheidung für oder gegen ein Kind ausschlaggebend ist?
Das wollen wir mit Vertreter*innen verschiedener Parteien aus dem Gemeinderat und der Schwangerschaftskonfliktberatung diskutieren:
Barbara Wittel, Geschäftsführerin von Pro Familia Stuttgart
Stadträtin Stephanie Moch, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Stadträtin Bianka Durst, CDU
Stadträtin Lucia Schanbacher, SPD
Stadträtin Johanna Tiarks, Die Linke
Stadtrat Dr. Cornelius Hummel, FDP
Stadträtin Ina Schuhmann, PULS
Mitglied Pro Choice Bündnis
Los geht´s um 18 Uhr um Raum 011 im Rathaus Stuttgart. Wir freuen uns auch euch und die Diskussion.