Kurator*innenführung durch die Ausstellung "Dominique Hurth.Privathandtaschen dürfen zum Außendienst nicht mitgetragen werden"
Der Württembergische Kunstverein Stuttgart lädt ein zu einer Kurator*innenführung diesen Mittwoch, 11. Februar 2026 um 19 Uhr.
Iris Dressler und Hans D. Christ geben Einblicke in die Ausstellung "Dominique Hurth. Privathandtaschen dürfen zum Außendienst nicht mitgetragen werden", die dank einer Laufzeitverlängerung noch bis zum 22. März 2026 zu sehen ist.
Über die Ausstellung:
Die Künstlerin Dominique Hurth hat für die Räume des Württembergischen Kunstvereins eine neue Präsentation ihres langjährigen künstlerischen Forschungsprojekts zur weiblichen NS-Täterschaft entwickelt. Ausgangspunkt ist dabei die Figur der Aufseherin im Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück. Der Titel geht auf eine Anordnung des Lagerkommandanten Max Koegel aus dem Jahr 1942 zurück.
Im Lager Ravensbrück, das zugleich als zentrale Ausbildungsstätte des weiblichen Wachpersonals aller Konzentrationslager diente, arbeiteten zwischen 1939 und 1945 rund 3.340 meist junge Frauen als Aufseherinnen, die der SS vertraglich unterstellt waren. Für ihren oftmals gewaltvollen Einsatz erhielten sie Privilegien und eine gewisse Unabhängigkeit.
Hurth widmet sich in der Ausstellung drei zentralen Aspekten: den Uniformen der KZ-Aufseherinnen, der Textilproduktion in Ravensbrück sowie den NS-Kriegsverbrecher*innenprozessen in Lüneburg (Belsen-Prozess, 1945), Hamburg (Ravensbrück-Prozesse, 1947–1948) und Düsseldorf (Majdanek-Prozess, 1975-1981).