Was ist los bei Stuttgart 21? (online)
Im Juli 2025 hatte die Bahn noch angekündigt, Stuttgart 21 werde im Dezember 2026 in Teilbetrieb gehen. Mitte November 2025 gab die neue Bahnchefin höchstpersönlich bekannt, dass die geplante Teil-Inbetriebnahme abgesagt wird – zum x-ten Mal. Ein neuer Termin wurde nicht genannt. Ursache seien technische Probleme am Digitalen Knoten Stuttgart bei der Leit- und Sicherungstechnik.
Aber es gibt noch ganz andere Probleme: Stuttgart 21 ist mit bisher offiziell eingeräumten 11,5 Milliarden Euro an Kosten eine Geldverbrennungsmaschine par excellence. 17 der ca. 55 Kilometer des S21 Tunnel verlaufen durch Anhydrid. Kurz vor Ostern 2025 musste der Freudensteintunnel wegen Aufquellen des Anhydrids für sieben Monate gesperrt werden. Brandgefährlich sind die Mängel von S21 beim Brandschutz. Der Brandschutzexperte Hans-Joachim Keim nannte die Planung für S21 „fahrlässig“ und „verbrecherisch“.
Die neue Bahnchefin Evelyn Palla sagte, sie wolle bei Stuttgart 21 „lückenlos aufklären“. Was ist von ihr zu erwarten? Tom Adler, einer der Sprecher der Stuttgarter Bewegung gegen Stuttgart 21, berichtet, ob den Worten Taten gefolgt sind.
Der Referent Tom Adler ist seit vielen Jahren ist er einer der Sprecher der Stuttgarter Bewegung gegen S21. Er war 28 Jahre lang als Betriebsrat bei Daimler in Stuttgart-Untertürkheim und bis 2021 drei Legislaturperioden lang für Die Linke im Stuttgarter Gemeinderat.