Zetkin gegen Stalin
Schon früh warnte Clara Zetkin vor dem Faschismus, aber auch vor dem von Stalin geförderten ultralinken Kurs, der die Arbeiterbewegung schwächte. Die Briefe Zetkins aus den Jahren 1924-1933 zeigen ihren Widerstand gegen diese, die sozialistische Idee kompromittierende Politik Stalins und Thälmanns. Bis zu ihrem Lebensende leistete Clara Zetkin Widerstand – krankheitsbedingt zunehmend isoliert.
Die Briefe sind dokumentiert in dem nun im Karl Dietz Verlag erschienenen Band 3 der Edition Clara Zetkin – Die Briefe 1914 bis 1933. Besonders aufschlussreich dürfte eine Ende Oktober 1929 verfasste und bisher geheim gehaltene umfangreiche Abrechnung in einem Schreiben an Stalin und die sowjetische Führung sein. Sie ist im VSA-Verlag parallel zu den Briefen veröffentlicht. Das historische Bild Zetkins sollte an dieser Stelle entscheidend erneuert werden.
Die Veranstaltung findet im Rahmen der Reihe „Roter Mittwoch“ der Rosa-Luxemburg-Stiftung Baden-Württemberg statt. Erhard Korn, Vorstand der Rosa-Luxemburg-Stiftung Baden-Württemberg, moderiert das Gespräch mit Jörn Schütrumpf.