Ausstellungseröffnung: siren eun young jung. resistant theatre
Herzlich laden wir ein zur Eröffnung der Ausstellung siren eun young jung. resistant theatre am Freitag, den 17. April 2026 um 19 Uhr.
Nach der Begrüßung von Iris Dressler und Hans D. Christ eröffnen wir die Ausstellung bei Getränken und Musik von Ave Maria und J.ex vom Brot und Wein Kollektiv. Nach den Reden öffnen wir zudem die Türen zum Kunstgebäude, in dem zur selben Zeit die Vernissage der Ausstellung Das kalte Herz des Kunstmuseums Stuttgart stattfindet, um den Abend gemeinsam ausklingen zu lassen!
Am Samstag, den 18. April 2026 finden von 13–16 Uhr ein Rundgang durch die Ausstellung und ein Talk mit der Künstlerin siren eun young jung und der Kuratorin Nathalie Boseul Shin statt.
Zur Ausstellung:
Mit resistant theatre zeigt der Württembergische Kunstverein eine umfassende Einzelausstellung der südkoreanischen Künstlerin siren eun young jung.
Im Zentrum der Ausstellung steht der jüngste und abschließende Teil von jungs theatre-Trilogie, dessen drei neue Videoinstallationen erstmals außerhalb Südkoreas zu sehen sind.
Die Trilogie, die der Kunstverein in ihrer Gesamtheit zeigt, basiert auf einer langjährigen Beschäftigung der Künstlerin mit Yeoseong Gukgeuk – einem in den 1950er-Jahren in Südkorea populären Musiktheatergenre, bei dem alle Rollen, auch männliche Figuren, von Frauen gespielt werden. In ihren Performances, Videos und Archivinstallationen entwickelt jung trans* und queer-feministische Diskurs- und Handlungsräume jenseits westlicher Narrative.
Der erste Teil der Trilogie, trans theatre, widmet sich der ersten Generation von Darstellerinnen männlicher Rollen im Yeoseong Gukgeuk und unterzieht die dazu vorhandenen Archive einer queeren Lesart. deferral theatre, der zweite Teil, entstand in enger Zusammenarbeit mit zeitgenössischen Künstler*innen aus der LGBTQIA+- Gemeinschaft und untersucht Fragen von Performativität und Repräsentation.
resistant theatre rückt nun die gegenwärtige politische Handlungsmacht marginalisierter Personen sowie queere und trans* Modelle von Bürger*innenschaft in den Vordergrund. Es fragt danach, wie sich queere und trans* Politiken dauerhaft in staatliche Prozesse und alltägliche Lebenspraktiken einschreiben lassen – Praktiken, die eine noch nicht verwirklichte Zukunft imaginieren.
Weitere Informationen zur Ausstellung gibt es hier: https://www.wkv-stuttgart.de/programm/2026/ausstellungen/resistant-theatre/