Holocaust Gedenktag

Holocaust Gedenktag

Wann: -
Wo: Marktplatz Stuttgart
Wer: Initiative "Kein NS-Täter-name für Schule"

Holocaust Gedenktag

Gedenkzug vom Marktplatz zum Hotel Silber

Dienstag, 27. Januar 2026

16:30-17:30

Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee das nationalsozialistische Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Die Soldaten trafen auf wenige Überlebende, auf die Trümmer der Gaskammern, auf Tote und die Asche der Ermordeten. In Auschwitz allein wurden über eine Millionen Menschen ermordet. Die allermeisten von ihnen waren Jüdinnen und Juden. Auschwitz war nur eine von zahlreichen Stätten der Internierung, der Zwangsarbeit und der Massenmorde durch das nationalsozialistische Deutschland.

Ohne die tatkräftige Unterstützung namhafter Akteure aus Wirtschaft und Industrie hätte dieses Verbrechen seine ungeheure Dimension nie erreicht. Einer von ihnen war Ferdinand Porsche. Er war ein hochdekorierter Vorzeigeunternehmer, Profiteur und Förderer des NS-Terrorstaates und seiner Rüstungsindustrie.

Ferdinand Porsche war NSDAP-Mitglied und SS-Oberführer. Er hatte beste Kontakte zu Adolf Hitler, Heinrich Himmler und Oswald Pohl. So konnte Porsche damals seinen riesigen Bedarf an Zwangsarbeiter- innen und Zwangsarbeitern problemlos decken. Diese mussten für ihn an seinen Produktionsstätten unter menschenunwürdigen Bedingungen schuften. Hunderte von ihnen kamen dabei ums Leben.

Von Porsches Bewunderern wird heute lediglich der Mythos vom genialen Automobilkonstrukteur gepflegt. Wie skrupellos Porsche in den Jahren 1933 bis 1945 das NS-System für sich und seine Ziele nutzte, scheint für sie ohne Bedeutung zu sein. Ferdinand Porsche hat Hitlers Vernichtungskrieg von Anfang bis Zuletzt mit vollem Einsatz unterstützt. Das dadurch entstandene unendliche Leid von Millionen unschuldiger Menschen war ihm anscheinend egal. Habgier, Geltungssucht und völkischer Dünkel dominierten offenbar seinen Charakter.

Quellen siehe:

https://www.stadt-salzburg.at/ns-projekt/ns-strassennamen/prof-dr-ing-h-c-ferdinand-porsche/

Heute trägt eine öffentliche Schule in Stuttgart den Namen dieses NS-Täters. Es ist das Ferdinand Porsche Gymnasium in Zuffenhausen.

Wir fordern den Stuttgarter Gemeinderat auf, den Namen der Schule unverzüglich zu ändern.

Wer die Täter ehrt, verhöhnt die Opfer

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