Velo Queens´ Kessel Ride

Velo Queens´ Kessel Ride

Wann: -
Wo: Marienplatz, Natürlich auch bei Regen
Wer: Velo Queens Stuttgart,
Velo Queen´s Kessel Ride Frauen-Fahrraddemo

Der Velo Queens' Kessel Ride ist eine Radausfahrt von Frauen* für Frauen* und für alle, die mit uns radeln wollen. Die etwa einstündige Tour führt durch den Kessel und meidet harsche Anstiege. Sie endet wieder am Marienplatz. Schirmherrin ist die Stuttgarter Bundestagsabgeordnete Simone Fischer.

Wir brechen um 15 Uhr auf dem Marienplatz zum ersten Velo Queens' Kessel Ride in Stuttgart auf. Alle sind eingeladen, sich uns anzuschließen und für unsere Interessen zu demonstrieren.

Die Frauenfahrrad-Demo steht in der Tradition des Fancy Women Bike Rides, der von Frauen in Istanbul 2013 initiiert wurde und über viele Jahre international einmal im Jahr im September stattfand mit dem Ziel Frauen auf Fahrrädern im Stadtverkehr sichtbar zu machen. Wozu braucht es das? Es radeln doch schon viele Frauen bei uns in den Städten. Ja, aber sie radeln gegen viele Widerstände und Hindernisse an. Der öffentliche Raum ist nicht für uns angelegt. Die Radinfrastruktur passt nicht, sie fehlt auf typischen Wegen, die viele Frauen radeln, zum Einkaufen, zur Kita zu Altenheimen, meist innerhalb der Stadtviertel. Die Hauptradrouten führen radial ins Zentrum, aber es fehlen Ringrouten, die Stadtteile rund um den Kessel bequem verbinden. Auf unseren Wegen suchen wir die durchgängige Radinfrastruktur meist vergeblich. Und es fehlt an Abstellanlagen bei Läden oder Ärzt:innen und in Wohngebieten. Denn jegliche Mobilität beginnt vor der Haustür. Dort aber stehen die Autos.

Es fehlt auch an Wegen, die sich für uns sicher anfühlen und auch sicher sind. Wenn eine Frau, die zur Schicht und von der Schicht heim radelt, sich nachts vom Ehemann mit dem Fahrrad abholen lässt, weil sie in stockdunkler Nacht alleine im Schlossgarten Angst hat, dann ist der Radverkehr falsch organisiert. Wenn eine Mutter Angst hat, die Kinder mit den Fahrrädern alleine zu Schule zu schicken, weil es gefährliche Ecken gibt, wo nichts fürs Fahrrad organisiert ist, dann stimmt was nicht in unserer Verkehrswelt.

Wenn der Stadtverkehr frauenfreundlicher wird, haben alle was davon. Die meisten Menschen wollen auf der Straße keine Konflikte mit dem Autoverkehr oder dem Fußverkehr austragen, sie wollen einfach nur friedlich von A nach B kommen. Das gilt auch für Männer. Wir hören aber von viel mehr Frauen, dass sie Angst haben, in Stuttgart mit dem Fahrrad zu fahren, weil sie kaum Radwege sehen und weil sie sich nicht auf der Fahrbahn gegen den Autoverkehr behaupten müssen wollen. Sie fühlen sich in Lebensgefahr. Damit schließen wir sie von einer leichten, bequemen und autonomen Mobilität - dem Fahrrad Fahren - aus. Und das muss sich ändern.

Text aus https://veloqueensstuttgart.blogspot.com/

Mit Frauen* sind selbstverständlich FLINTA* einbegriffen.

Unterstütz durch den ADFC Stuttgart.

Mit: Simone Fischer MdB (B90/Grüne)
Mit: Polizeibegleitung, Demonstration
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