Lesung und Gespräch mit Mesut Bayraktar, Svenja Hauerstein und Kamil Tybel: Welches Zuhause?
Die Wohnungsnot hält an und verschärft sich in einem der reichsten Länder der Welt. Die Wohnungsnot braucht Geschichten. Der Erzählband „Welches Zuhause“ des Kollektivs „nous – konfrontative Literatur“ erzählt einen Teil dieser Geschichten. Die Autor*innen erzählen von der Not und Solidarität der Betroffenen, von Verdrängung und vielem mehr.
Die Geschichten sind unterschiedlich – mal direkter, mal metaphorischer. Wohnen wird hier nicht romantisiert, sondern als das gezeigt, was es für viele ist: ein permanenter Kampf um Raum, Sicherheit und Würde.
Das zeigt: Wohnverhältnisse sind „Ausdruck sozialer Gewalt“. Was heißt das? Vor allem, dass Wohnen nicht einfach eine Frage von Quadratmetern und Mietverträgen ist, sondern ein politisches Verhältnis. Geschichten – so unterschiedlich sie auch sein mögen – können helfen, diese Verhältnisse sichtbar zu machen.
Drei dieser Geschichten werden Kamil Tybel, Mesut Bayraktar und Svenja Hauerstein an diesem Abend in Auszügen lesen – und mit uns über Wohnen im Kapitalismus sprechen.
Die Veranstaltung wird organisiert vom Stadtteilzentrum Gasparitsch, dem Kollektiv "nous - konfrontative Literatur" und unterstützt von der Rosa Luxemburg Stiftung Baden-Württemberg