THROUGH HER* EYES - UNSERE QUEERFEMINISTISCHEN FILMTAGE SIND ZURÜCK!
3 Abende × 6 Filme in verschiedenen Stuttgarter Locations, inkl. Filmgesprächen.
Liebe alle,
wir laden euch zu drei cineastischen Abenden in Stuttgart ein. Gemeinsam schauen wir queerfeministische Filme aus der ganzen Welt und sprechen mit den Filmschaffenden darüber.
Im Mittelpunkt stehen die Sichtbarkeit und Stärkung der Rechte von FLINTA* (Frauen, Lesben, inter*, nichtbinäre, trans* und agender Personen).
Kommt vorbei!
Mehr über das Programm erfahrt ihr auf unserer Webseite: www.ffgzstuttgart.de.
Eintritt auf Spendenbasis.
PROGRAMM
03.06., 20:00 Uhr: QUEERFEMINIST SHORTS
Ort: Württembergischer Kunstverein
Inkl. Q&A mit Teilnehmenden des Films und BerTA Stuttgart.
• "NEO NAHDA" VON MAY ZIADÉ
(UK / 2023 / 12 Min. / auf Englisch mit englischen Untertiteln)
Ein Film über die Suche nach verborgenen queeren Geschichten im Archiv. May Ziadé entdeckte Fotografien arabischer Frauen aus den 1920er-Jahren, die sich als Männer kleideten – ein Weg der Filmemacherin zur eigenen Geschichte.
• "DIE RÄUBERINNEN" VON ISA SCHIECHE
(Österreich / 2023 / 15 Min. / auf Deutsch)
Drei trans Frauen treffen sich in einem Landhaus, um einen Raub zu planen. Der Trick des Überfalls besteht darin, dass sie sich als Männer verkleiden, um eine falsche Spur zu legen. Während sie ihren Alltag als etabliertes Team und Liebespaar teilen, üben sie, mit tiefer Stimme zu sprechen, männlich zu gehen und sich „maskulin“ zu verhalten.
• "SEAHORSE PARENTS" VON MIRIAM GUTTMANN
(Niederlande / 2023 / 9:30 Min. / auf Englisch und Niederländisch mit deutschen Untertiteln)
Mit dem Tier als Metapher nennen sich schwangere trans Personen stolz „Seahorse Parents“ – Seepferdchen-Eltern. Mit ihrem multimedialen Projekt richtet Miriam Guttmann unseren Blick auf die gesellschaftlichen Vorstellungen von Schwangerschaft. Wie soll ein schwangerer Körper „aussehen“? Wie navigieren diese schwangeren trans Männer durch eine voreingenommene Welt? Und welche Welt wünschen sich die Eltern für ihre Kinder?
• "YOU AND ME MAKES THREE" VON EMMALIE EL FADLI
(Vereinigtes Königreich / 2026 / 19 Min. / auf Englisch mit englischen Untertiteln)
Als Alannah endlich entscheidet, dass sie bereit für ein Baby ist, tauchen sie und ihre Frau Amara kopfüber in die wilde Welt der Samenspende, der Erziehungsratschläge und der unangenehmen Gespräche ein, während sie gleichzeitig versuchen, ihren Verstand und ihren Humor nicht zu verlieren.
17.06., 20:00 Uhr: "DEVI" VON SUBINA SHRESTHA
Ort: Museum Hegel-Haus
Inkl. Q&A mit Subina Shrestha.
(Nepal / Südkorea / Vereinigtes Königreich / 2024 / 80 Min. / auf Nepali mit englischen Untertiteln)
Devi Khadka kämpft für Gerechtigkeit: Sie sammelt die Stimmen von Überlebenden sexualisierter Kriegsgewalt in Nepal, während die Regierung die Wahrheit begraben will. 1997 wurde die siebzehnjährige Devi selbst verhaftet, gefoltert und vergewaltigt. Heute ist sie das öffentliche Gesicht der Überlebenden – wobei ihre Teenager-Tochter sich eigentlich nur eine ganz normale Mutter wünscht.
Der Film zeigt Devis intime Reise: Ihre Konfrontationen, ihre Verletzlichkeit und ihre Rekonstruktion der gelöschten Geschichte.
07.07., 20:00 Uhr: "REVOLUCIÓN PUTA" VON MARÍA GALINDO
Ort: Württembergischer Kunstverein
Inkl. Q&A mit María Galindo und Casa de la Mujer (Bolivien). In Kooperation mit La Fuchsia Kollectiva.
(Bolivien / 2023 / 50 Min. / auf Spanisch mit englischen Untertiteln)
Wie filmt man Sexarbeit, ohne in die Klischees von Regulierung oder Verbot zu verfallen? Der Film Revolución Putawählt die Ich-Perspektive: Gemeinsam mit Sexarbeiterinnen aus Bolivien entstanden vier verwobene Kurzfilme, die bewusst abseits von transnationalen Konzernen und den Zensurmechanismen sozialer Netzwerke funktionieren.
Stattdessen setzt das Werk auf visuelle Poesie im Kino, in Klassenzimmern und Debatten. Indem der Film die Kamera umdreht, zwingt er die Zuschauer*innen, selbst verschiedene Rollen einzunehmen und sich zu hinterfragen.
Am Abend finden zudem künstlerische Installationen von La Fuchsia Kollectiva statt.
Gefördert durch: Kulturamt der Stadt Stuttgart und Bürgerstiftung Stuttgart.
In Kooperation mit: Amnesty International, La Fuchsia Kollectiva, Württembergischer Kunstverein und Museum Hegel-Haus.
Sponsor: Maritim Hotel Stuttgart
Design: Saliha Soylu