Bundesweiter Protesttag Aktionsbündnis Psychotherapie
Bundesweiter Protesttag gegen Honorarkürzungen und für eine starke Versorgung in der Psychotherapie
Mittwoch, 15. April 2026, 13:00 – 16:00
Die Vergütung für ambulante Psychotherapeut*innen wurde zum 1. April 2026 gekürzt. Der Versorgungsnotstand verschärft sich. Weitere massive Einsparmaßnahmen drohen.
Am 11. März 2026 wurde vom Erweiterten Bewertungsausschuss auf Betreiben des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenkassen die Vergütung ambulanter Psychotherapeut*innen zum 1. April 2026 um 4,5 Prozent gesenkt. Das bedeutet: Tausenden Psychotherapeut*innen wurde mit einer Vorlaufzeit von drei Wochen das Einkommen gekürzt. Wir halten die Entscheidung des Bewertungsgremiums für fatal und werden sie nicht hinnehmen. Auch die Empfehlungen der FinanzKommission Gesundheit des Bundesministerium für Gesundheit sowie Forderungen der gesetzlichen Krankenkassen sind weitere Angriffe auf die psychotherapeutische Versorgung. Sollten die Pläne – u. a. Budgetierung der psychotherapeutischen Leistungen – umgesetzt werden, drohen der Wegfall von Millionen Therapiestunden und explodierende Wartezeiten.
Das Aktionsbündnis Psychotherapie hat sich als Reaktion auf diese Entwertung der Arbeit der Psychotherapeut*innen als überregionaler Zusammenschluss gegründet. Aus spontanen regionalen Vernetzungen formierte sich in kürzester Zeit das deutschlandweit aktive Bündnis. Das Aktionsbündnis Psychotherapie ruft gemeinsam mit den Berufsverbänden nun am 15. April 2026 zu einem bundesweiten Protesttag auf: In zahlreichen Städten finden Demonstrationen und Protestaktionen statt. Unter anderem ist in Berlin eine Großdemonstration und die Übergabe der Petition mit über 500.000 Unterschriften am Bundesministerium für Gesundheit geplant. Anlass ist die Sitzung des Gesundheitsausschusses im Bundestag, der sich mit den Sparmaßnahmen befassen wird.
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