(M)Ausstellung Mäusefutter
queere Kunst von Alex Nezumi Stecher
„Mäusefutter“ ist eine (M)Ausstellung von der queeren Künstlerperson Alex Nezumi Stecher. Zu sehen sind Cyanotypien von bereits tot vorgefundenen Tieren, die ich auf der Straße gefunden habe. Des Weiteren ist ein Bild auf einer Leinwand zu sehen mit einem Käfer, der gegessen wird. Und an einem kleinen Tisch sind handgemachte Nippel aus Glas zu verkaufen. Zusätzlich präsentiere ich einige abstrakte Werke.
Die Idee für die Cyanotypien entstand bei den Vorbereitungen für meine Klassenausstellung ,,Roadkill“ an der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Schon seit vielen Jahren sammele ich bereits tote Tiere und verarbeite diese weiter. Auch wenn der Titel der Ausstellung ,,Futter“ lautet, im realen Leben abseits meiner fiktiven Künstlerpersona als Maus esse ich keine Tiere. Die Ausstellung soll also nicht zum Konsum von Tieren anregen, sondern sich mit Konsum auseinander setzen.
Sie soll also vielmehr das Plattfahren und ,,konsumieren“ des Lebens der Tiere durch Autos und den Menschen, der in die Natur eindringt wiederspiegeln. Gleichzeitig wird der Gedanke des Konsums in Bezug auf Körper weitergedacht und mit einem nährenden Nippel assoziiert. Dies soll sowohl meine eigene Sexualität und Queerness thematisieren, wobei unklar bleibt, welches Geschlecht die Nippel haben und ich außerdem mit meiner Kunst gegen deren Zensur vorgehe. Jedoch spiegelt es auch aus einen kritischen Blickwinkel den Konsum von Körpern in einer unconsensuellen Objektifizierung wieder. Mal wieder ist meine Kunst also mehrdeutig, anders könnte ich auch gar nicht als Person mit starker Connection zu dem Archetypen the Fool.
Die Nippel werden während der gesamten Ausstellungszeit und während der Midisage am 19.10. zu erwerben sein, dafür kann eine Spende zwischen 10-15€ in eine kleine Kasse gelegt werden. Ich freue mich über jede Maus, die meine Kunst konsumiert
Die Ausstellung ist am dem 11. September 2026 bis in den November besichtigbar. Sie ist bei allen Veranstaltungen in diesem Zeitraum zugänglich. Der Eintritt zur Ausstellung ist frei. Am 19. Oktober findet eine Midissage statt.